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  • AutorenbildLudwig Horn

Meine Gedanken zum Veteranenjahrtag


Foto: Klaus-Michael & Karin Zahn



Erinnerung und Verantwortung: Eine Reflexion über unsere Geschichte


Liebe Leserinnen und Leser,


als Bürgermeister unserer Gemeinde möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einige Gedanken mit Ihnen zu teilen, die mir am Herzen liegen. Besonders möchte ich dem Veteranen- und Soldatenverein Traubing und dessen Vorstand unter der Leitung von Herrn Geieger danken. Ihr Engagement ist von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, das Andenken an die Auswirkungen vergangener Kriege zu wahren.


Die Schrecken der Weltkriege


Wenn wir auf die Geschichte zurückblicken, sind wir immer wieder erschüttert über die unvorstellbaren Verluste, die die Weltkriege gefordert haben. Der Erste Weltkrieg und in noch größerem Ausmaß der von Nazi-Deutschland entfesselte Zweite Weltkrieg haben Millionen von Leben gefordert und unzählige Menschen an Leib und Seele verletzt. Besonders tragisch ist das Schicksal der jungen Menschen aus Europa, Afrika und Asien, die ihr Leben lassen mussten und schmerzliche Lücken in ihren Familien und Gemeinden hinterließen.


Für uns, die wir heute in einem sicheren Land leben, ist es kaum vorstellbar, was Krieg wirklich bedeutet. Die Berichte, Bilder und Bücher können das, was damals geschah, nur unzureichend vermitteln. Leider sehen wir auch heute wieder erschreckende Bilder aus der Ukraine, die uns einen Eindruck davon geben, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu leben.


Das Privileg der Demokratie


In diesem Kontext wird deutlich, wie privilegiert wir sind, in einem Land zu leben, in dem politische Diskussionen über vermeintliche Kleinigkeiten wie die Bepflanzung öffentlicher Plätze möglich sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies ein Zeichen unserer Freiheit und Sicherheit ist. Die bevorstehenden EU-Wahlen am 9. Juni erinnern uns daran, dass jeder EU-Bürger das Recht hat, seine Meinung zu äußern und sich politisch zu beteiligen.


Die Bedeutung der Erinnerung


Kriegserfahrungen prägen das Leben der Menschen für immer. Niemand vergisst, was er erleben und erleiden musste. Doch ebenso bleibt die Kameradschaft in Erinnerung, die die Soldaten miteinander verband. Diese gemeinsame Erfahrung war die treibende Kraft hinter der Gründung des Veteranen- und Soldatenvereins. Ein herausragendes Beispiel ihres Engagements ist das Kriegerdenkmal in unserer Gemeinde, das am 29. Oktober 1922 eingeweiht wurde und seitdem gepflegt wird.


Dank und Ausblick


In einer Zeit, in der neue und wieder aufkommende Kriege die Welt erschüttern, ist es umso wichtiger, aus der Geschichte zu lernen. Der Veteranen- und Soldatenverein spielt eine zentrale Rolle dabei, das Andenken an die Gefallenen wachzuhalten und uns an die Lehren der Vergangenheit zu erinnern. Für dieses Engagement gebührt Ihnen unser aller Dank.


Gleichzeitig ist es erfreulich zu sehen, dass die Kameradschaft und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Vereins nicht zu kurz kommen. Der jährliche Veteranenjahrtag ist ein lebendiger Beweis dafür.


Ich wünsche dem Veteranen- und Soldatenverein weiterhin alles Gute und bedanke mich bei allen Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz. Mögen Ihre Bemühungen auch in Zukunft dazu beitragen, dass wir aus der Vergangenheit lernen und unsere Demokratie und Freiheit schätzen.


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